Einführung von „Journey Alerts“ in Paris mit SNCF Transilien

„Journey Alerts“, die britische Plattform für Fahrgastinformationen und Benachrichtigungen, ist nun auch in Paris im Einsatz und versendet in Echtzeit WhatsApp-Benachrichtigungen an Fahrgäste auf den wichtigsten U-Bahn- und Nahverkehrslinien der SNCF Transilien. Das Pilotprojekt wurde im Juni in Paris gestartet und läuft derzeit auf den RER-Linien C und D – zwei der verkehrsreichsten Expresslinien des Netzes, die zusammen täglich 1,2 Millionen Fahrgäste an 134 Bahnhöfen befördern.
Mit dieser Einführung wird erstmals eine britische Echtzeit-Nachrichtenplattform in großem Maßstab im französischen Schienennetz eingesetzt. Sie ist Teil der Bemühungen von SNCF Transilien, die Kommunikation mit den Fahrgästen zu modernisieren. Durch den Einsatz von „Journey Alerts“ bietet die SNCF den Fahrgästen – vom täglichen Pendler bis hin zum Gelegenheitsreisenden, der sich in einem unbekannten Netz zurechtfinden muss – die personalisierte Echtzeit-Hilfe, die sie benötigen, um bei Störungen weiter voranzukommen und ihre Reise zu planen.
Journey Alerts verbindet die aktuellen Meldungen der Verkehrsunternehmen mit den Fahrgästen über Echtzeit-Benachrichtigungen, die über WhatsApp, Messenger und SMS versendet werden. Die Plattform zählt mittlerweile 1,5 Millionen Nutzer und weist eine Kundenbindungsrate von 98 % auf. Sie arbeitet bereits mit führenden britischen Bahnunternehmen wie LNER, South Western Railway und East Midlands Railway sowie mit dem Busnetz des Bedford Borough Council zusammen.
Um den Dienst in Paris anbieten zu können, hat das Team hinter „Journey Alerts“ einen U-Bahn-Modus entwickelt, der für hochfrequente, nicht nach Fahrplan verkehrende Verbindungen konzipiert ist, bei denen Fahrgäste einfach vorbeikommen und mitfahren, anstatt einen bestimmten Zug zu nehmen. Der neue Modus nutzt Fahrgastbestätigungen, um zu erfassen, ob ein Fahrgast einen Zug erreicht hat, und löst bei verpassten Anschlüssen eine automatische Neuplanung aus. Zudem werden Echtzeit-Störungsmeldungen direkt an die Smartphones der Fahrgäste gesendet. Der Zugriff auf den Dienst erfolgt über QR-Codes, die auf Fahrgastinformationsbildschirmen angezeigt werden – eine App oder ein Konto sind nicht erforderlich. Die ersten Rückmeldungen von Pariser Fahrgästen sind überwältigend positiv: Die Zufriedenheit liegt bei über 80 %, und 25 % der Kunden nutzen den Dienst bereits täglich.
Da nun ein Metro-Modus für hochfrequente, nicht fahrplangebundene Verbindungen entwickelt wurde, ist „Journey Alerts“ bestens gerüstet, um ähnliche Schnellbahnnetze in anderen Großstädten zu unterstützen.
Alex Froom, Chief Strategy Officer bei Journey Alerts, sagte:
„Wir freuen uns sehr, Teil des Teams zu sein, das Reisenden in Paris Echtzeit-Aktualisierungen bereitstellt, und es ist ein bedeutender Moment für uns, da wir unsere Technologie zum ersten Mal in Europa einführen. Dazu brauchten wir eine andere Lösung als die, die wir für Großbritannien und frühere internationale Projekte entwickelt hatten. Fahrgäste einer U-Bahn-Linie schauen nicht in den Fahrplan, sie kommen einfach zur Haltestelle – daher mussten wir ein System entwickeln, das dieses Verhaltensmuster berücksichtigt. Dass dies in dieser Größenordnung auf einer der verkehrsreichsten Pendlerlinien in eine Hauptstadt funktioniert, ist der Beweis dafür, dass dieselbe zuverlässige, kosteneffiziente Technologie für sehr unterschiedliche Anwendungsfälle angepasst werden kann. Ob U-Bahn, Bus oder Zug – Fahrgäste haben unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen, aber was sie alle brauchen, sind zeitnahe, leicht zugängliche Informationen.“
Tony Zoghby, Leiter des Bereichs Betrieb und Fahrgastinformation bei SNCF Voyageurs und Transilien, sagte:
„Fahrgastinformationen spielen eine zentrale Rolle für das Reiseerlebnis unserer Kunden, insbesondere bei Betriebsstörungen – ganz gleich, ob sie täglich oder nur gelegentlich mit uns fahren. Durch die Zusammenarbeit mit Journey Alerts konnten wir die Bereitstellung von Fahrgastinformationen in Echtzeit auf ein neues Niveau heben. Die Lösung des Unternehmens bietet den Fahrgästen der RER-Linien C und D einen direkten, personalisierten Kanal, über den sie genau die richtigen Informationen zur richtigen Zeit erhalten – genau dann, wenn sie diese am dringendsten benötigen. Dies ist ein bedeutender Fortschritt in unserer Kommunikation mit den Fahrgästen und ein Ansatz, den wir gerne in unserem gesamten Netz weiter ausbauen möchten.“
Dieses Pilotprojekt wird noch 12 Monate lang auf den RER-Linien C und D sowie später auch auf der Linie J fortgesetzt. „Journey Alerts“ baut auf der Einführung in Paris auf und treibt weitere internationale Aktivitäten voran, darunter eine Demonstrationsinstallation auf der InnoTrans in Berlin, die mit Mitteln der britischen Regierung gefördert wird. Die Plattform rechnet mit einer steigenden Nachfrage nach flexiblen, kostengünstigen Fahrgastinformationsdiensten, da Verkehrsbetriebe in ganz Europa unter ähnlichem Druck stehen, mit begrenzten Budgets mehr zu leisten.